Darboven IDEE-Förderpreis

20 Jahre Darboven IDEE-Förderpreis

65.000 Euro für die innovativsten Unternehmensgründungen von Frauen

Seit 1997 vergibt der Hamburger Kaffeeröster Albert Darboven den Darboven IDEE-Förderpreis. Der Preis ist die einzige nationale Auszeichnung für innovative Ideen für Unternehmensgründungen von Frauen. Das Fazit des Stifters nach 20 Jahren: „Ich bin immer wieder begeistert über das hohe unternehmerische Potenzial von Frauen, das nach wie vor viel zu wenig gefördert wird.“ Mit der Vergabe des renommierten Preises will Albert Darboven ein Signal setzen und Frauen Mut machen, den Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit zu gehen. Gesucht werden tragfähige und erfolgversprechende Business-Konzepte aus allen Wirtschaftsbereichen.

Die Teilnahme

Die Kriterien für die Vergabe des Förderpreises sind klar definiert. Im Vordergrund stehen das tragfähige Business-Konzept, der Innovations-grad der Geschäftsidee, das persönliche Engagement der Gründerin und die Anzahl der geschaffenen bzw. zu erwartenden neuen Arbeitsplätze. Der Stifter und die Jury freuen sich dabei auch auf unternehmerische Konzepte aus dem sozialen Bereich sowie von Gründerinnen mit einem Migrationshintergrund. Teilnahmeberechtigt sind Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen, die nicht länger als drei Jahre selbstständig sind. In der ersten Bewerbungsphase müssen alle Interessentinnen einen standardisierten Bewerbungsbogen ausfüllen und bis zum 31. Juli 2017 einreichen.

Es werden drei Geschäftsideen ausgezeichnet. Der erste Preis ist mit 50.000 Euro dotiert, der zweite Preis mit 10.000 Euro und der dritte Preis mit 5.000 Euro. Aus der Vielzahl der Einsendungen erhalten in der Regel fünf Bewerberinnen die Möglichkeit, sich und die Gründungsidee persönlich vor der Jury zu präsentieren. Ein Platz für diese Finalrunde wird dabei durch ein Publikumsvoting vergeben. Die Preisverleihung findet im November 2017 in Hamburg statt.

Die Jury

Der Förderpreis steht unter der Schirmherrschaft von Frau Prof. Dr. Dagmar Schipanski. Ausgewählt werden die Preisträgerinnen durch eine hochkarätige Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Rolf Eggert. Die weiteren Jurymitglieder sind: Dr. Frank Dettmann, Dr. Necla Kelek, Norbert Leopoldseder, Wilfried Peters, Dr. Anita Plantikow sowie Dr. Jelena Stojadinovic (Preisträgerin des Darboven IDEE-Förderpreis 2015).

Die aktuell ausgezeichnete Preisträgerin ist ein sehr gutes Beispiel für eine herausragende wissenschaftliche Karriere und dem darauffolgenden Weg eines erfolgreichen Spin-offs. Das von ihr gegründete Unternehmen MEMBRASENZ GmbH hat eine innovative Membran für die Herstellung von Wasserstoff (H2) entwickelt. Die Membran, die bei der alkalischen Elektrolyse eingesetzt wird, stellt die Trennung des Wasserstoffs von der Atmosphäre sicher und garantiert damit die Reinheit des hergestellten Wasserstoffs sowie eine sichere Handhabung. Wasserstoff (H2) in gasförmiger und flüssiger Form wird bereits im Industriemaßstab verwendet und wird zunehmend wettbewerbsfähiger als alternativer Energieträger. Damit kann Wasserstoff dazu beitragen, die Herausforderungen der Energiewende zu meistern.

Die Finalistinnen und ihre Ideen

Dieses Jahr widmete sich die Jury im Finale fünf Themen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dr. Joyce Schmatz stellte ihre bildgebende Mikrostrukturanalyse vor, die die Nanostruktur von Proben aufzeigt. Dr. Ruzin Ağanoğlu präsentierte Lab-on-Fiber Lasersonden, die es erstmals ermöglichen, Krebszellen zielgenau zu bestrahlen und dem Chirurgen Daten in Echtzeit mitzuteilen. Künstliche Intelligenz wiederum ist das Thema bei Manuela Rasthofer, die aus gewöhnlichen Luftbildern Informationsweltkarten herstellen kann. Tanja Nickel und Katharina Obladen dagegen traten mit ihrer Idee an, Pandemien durch UV-C Strahlen vorzubeugen, indem sie Handläufe wie bei Rolltreppen, mittels UV-Strahlen desinfizieren. Die fünfte Finalistin, Mariam Vollmar, überzeugte im Publikumsvoting mit ihren Kindermöbeln, die Bewegungsschäden durch Simulation von Reitbewegungen vorbeugen sollen.

Der Weg ins Finale

Mit Zahlen und Fakten, mit Powerpoint und Videos und mit ihren Visionen sowie selbstbewusstem Auftreten, ergriff jede Finalistin am Vortag der Preisverleihung die Chance, sich und ihr Geschäftskonzept einer sechsköpfigen, hochkarätigen Jury zu präsentieren, die unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Rolf Eggert steht. Während formale Kriterien noch in der Vorauswahl eine große Rolle spielten, galt es im Finale persönlich und vor Ort in der Darboven Academy in Hamburg die Jury zu überzeugen und auf Nachfragen einzugehen.

Die Finalistinnen konnten sich aus 146 Bewerbungen durchsetzen, die bei der Jury eingingen. In zwei Jurysitzungen sichtete diese die erfolgsversprechendsten Konzepte und forderte weitere Materialien an, wie unter anderem ihre jeweiligen Businesspläne, Gewinn-und-Verlust-Rechnungen, Mitarbeiterentwicklungsstrategien und Patentanträge. Vier Jungunternehmen schafften den direkten Einzug ins Finale: Dr. Joyce Schmatzs Microstructures and Pores GmbH, Manuela Rasthofers TerraLoupe GmbH, Tanja Nickels & Katharina Obladens UVIS UV-Innovative Solutions GmbH und Dr. Ruzin Ağanoğlus Lab-on-Fiber GmbH. Desweiteren wählte die Jury neun Kandidatinnen für ein Publikumsvoting auf brigitte.de aus. Die weibliche Leserschaft gab 45.000 Klicks für ihre Favoritinnen: die meisten Stimmen erhielt Mariam Vollmars KOH – Kings of Horses.

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