Geschichte eines Kaffeeunternehmens
Am Anfang war die Idee
Alles begann im Jahre 1866. Der junge Kaufmann Johann Joachim Darboven verpackt als Erster bereits gerösteten Kaffee in Tüten und liefert per Versand an viele Haushalte. Im Jahre 1915 wird das Markenzeichen "Idee" geboren, unter dem 1927 erstmals ein Kaffee auf den Markt kam, der sich durch seine Bekömmlichkeit auszeichnete. Das Verfahren hat Prof. Karl Lendrich im Auftrag von Arthur Darboven entwickelt und so den Grundstein für den Erfolg des bis heute inhabergeführten Unternehmens J.J.Darboven.
1866 Gründung durch Johann Joachim Darboven
Johann Joachim Darboven, am 7. April 1841 in Lauenbruch geboren, entstammte einer alten niedersächsischen Familie. Er will hinaus aus der ländlichen Idylle des väterlichen Bauernhofes und macht sich mit 24 Jahren - nach einer Lehre als Kaufmann in Altona - selbstständig. Schon sehr früh verschaffte er Hausfrauen in Hamburg, und auch bald über die Stadtgrenzen hinaus, den Genuß von bereits gerösteten Kaffeebohnen. Bereits seit der Gründung seines Unternehmens am 21. März 1866 verbindet er Tradition und Innovation. Er bediente sich bereits damals des heute alltäglichen Postversands und lieferte seinen Kunden in Würfel zersägten Zucker: eine praktische Errungenschaft im Zeitalter der Zuckerhüte.
1869 Silberne Medaille
1869 wurde Darboven mit der silbernen Medaille ausgezeichnet für 144 verschiedenste, genau gekennzeichnete Kaffeesorten, die auf Internationaler Gartenbau-Ausstellung in Hamburg gezeigt wurden.
1909 Tod des Firmengründers
1909 stirbt der Firmengründer Johann Joachim Darboven. Das Unternehmen wird weitergeführt durch die Söhne Arthur und Cäsar.
1914-1918 Erster Weltkrieg
Arthur Darboven führt die Firma J.J.Darboven durch die schwierige Kriegszeit. Der Krieg lässt auch die Darbovens nicht unberührt. Es galt, sich auf dem Felde der Ersatzbeschaffung zu bewähren; das hieß, dem fehlenden Rohkaffee durch einheimische Ingredienzien zu ersetzen. Auch das Haus Darboven musste seinen bewährten Erfindergeist in den Dienst des sprichwörtlich gewordenen „Muckefucks“ stellen. Heraus kam ein durchaus schmackhaftes Getränk aus Getreide, Zichorien, Milokorn, gerösteten Feigen und Zuckerrübenschnitzeln. Die Firma machte dabei Erfahrungen, die ihr später, im zweiten großen Krieg, abermals nützlich werden würden.
1927 Patentvergabe IDEE KAFFEE
Im Jahre 1927 gelang Arthur Darboven der große entscheidende Durchbruch. In Professor Karl Lendrich, Wissenschaftlicher Rat am Hygienischen Institut Hamburg, fand er einen kongenialen Mitstreiter. Nach vielen Versuchen im Labor wurde ein Verfahren entwickelt und zum Patent angemeldet, das die Kaffeebohne vor der Röstung von belastenden Stoffen weitgehend befreit, die Verträglichkeit deutlich erhöht, ihn „magenfreundlich“ macht und den vollen Coffeingehalt, der zur Anregung des Kreislaufs geeignet ist, belässt. Der völlig neuartige IDEE-KAFFEE trat schnell seinen Siegeszug in ganz Deutschland an. In kaum zwei Jahren musste das Unternehmen die Produktionsanlagen drastisch erweitern, um der ständig wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.Es vergingen jedoch nahezu sechs Jahre, bevor das Patentamt sich nach langem Hin und Her bereiterklärte, das vom Konsument so enthusiastisch aufgenommene Produkt zu akzeptieren. Dass sich Millionen von IDEE-Kaffeetrinkern nicht irren konnten, wurde auch später vielfach von Medizinern bestätigt. Ihr Urteil beweist, was die Initiatoren der neuen Marke im Sinn hatten: Einen neuen Kaffee herzustellen, der einen schonenden Genuss bringt. Das Patent ist zwar zwischenzeitlich abgelaufen, natürlich wird aber das bewährte Verfahren weiterhin eingesetzt.
1930 Gastronomie
Beginn des Gastronomievertriebs durch Cäsar Darboven
1943 Neubeginn
Am 28. Juli 1943 wurde der Stadtteil Hammerbrook, in dem 55.000 Hamburger wohnten, in einer Nacht bis auf ein einziges Wohnhaus in Schutt und Asche gelegt. Auch die Gebäude der Firma J.J.Darboven brannten völlig aus. Trotzdem konnte gegen Ende des Jahres wieder eine bescheidene Produktion aufgenommen werden. Vernichtet aber waren auch die gesamte Kundenkartei und das Archiv. Für den Neubeginn in der Stunde Null, in einem zerstörten und politisch geteilten Land, gab es bei Darboven zwei unbezahlbare Voraussetzungen: die Werktreue der überlebenden Mitarbeiter und das Vertrauen der Kunden! Unter schwierigsten Bedingungen wurde der Betrieb wieder in Gang gebracht. Doch erst nach der Währungsreform 1948 konnte an geregelten Kaffee-Import gedacht werden und beliebten Kaffeesorten waren wieder lieferbar.
1939-1945 Zweiter Weltkrieg
Im zweiten Weltkrieg wurde Kaffee wieder einmal zu einer kostbaren, bald unerreichbaren Ware. Ersatz war wieder gefragt.
„Solang IDEE KAFFEE dir fehlt, nimm’ Koff, dann hast du gut gewählt!“ hieß jetzt der Werbeslogan für eine Ersatzmischung (aus Getreide, Zichorien, Milokorn, gerösteten Feigen und Zuckerrübenschnitzeln), der in seiner phantasievollen Prägnanz wohl jedem Kaffeefreund jener Tage unvergesslich bleiben wird. Erst nach der Währungsreform 1948 konnte an geregelten Kaffee-Import gedacht werden. Die bekannten und beliebten Kaffeesorten waren wieder lieferbar.
1963 TV-Werbung
Nikolaus Darboven beginnt mit persönlicher TV-Werbung
1970 Lebensmittelhandel bundesweit
Durch die Verkettung des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) konnte das Angebot der J.J.Darboven - Kaffeemarken auf nationaler Ebene erweitert werden.
1972 Nationales Vertriebsnetz Gastronomie
Übernahme der Firma ANDACO und damit Ausbau eines nationalen Vertriebsnetzes für die Gastronomie
1975 HOGA
Herbert Darboven vertieft die Verbandsarbeit mit dem Hotel- und Gaststättenverband (HOGA)
1980 MÖVENPICK
Ueli Prager (Mövenpick) und Albert Darboven beschließen die Vertriebskooperation mit Mövenpick Kaffee
1987 Fernsehwerbung
Fortführung der persönlichen Fernsehwerbung durch Albert Darboven
1987 EILLES
Übernahme der Firma EILLES mit ca. 50 eigenen Fachgeschäften
1988 Alfredo
Die Marke“Alfredo Espresso” kommt auf den Markt
1991 Büro Service
Gründung eines Büro Coffee Services
1993 Kooperation Transfair
Beginn der Kooperation mit dem Transfair e.V und dem Vertrieb von fair gehandeltem Kaffee. Fair gehandelter Kaffee kommt von Kleinbauernfamilien unter Ausschluß von Zwischenhändlern direkt aus den Erzeugerländern. Über den Verein TransFair e.V wird ein Mindestpreis für die Ernten gesichert.
1996 Osteuropa
Ausdehnung und Optimierung des Vertriebs in Osteuropa
1997 Internet
In diesem Jahr geht die erste Internet-Website des Unternehmens Darboven online.
2003 Onlineshop
Ab 2003 verkauft Darboven auch in einem Onlineshop: gourvita.com
2006 Coffeeshop
Eröffnung des ersten Coffeeshops in Leipzig















