
Tee und Gesundheit
aus: Coffee-Kick Nr. 8/2004, S. 9f
Ob Grüntee, Schwarztee, Früchte- oder Kräutertee: Tee ist nicht nur äußerst vielfältig in Geschmack, Herkunft und Zubereitungsart, sondern steht auch im Ruf, ein Heilmittel gegen allerlei große und kleine Leiden zu sein. Das Wichtigste haben wir im Kasten für Sie zusammengefasst.Kräutertee – Qualität und Heilwirkung
Teezubereitungen aus Heilkräutern zählen zu den ältesten medizinischen Anwendungen von Heilpflanzen. Ihr Genuss – am besten in kleinen Schlucken und in größtmöglicher Ruhe – empfiehlt sich z.B. bei Grippe, Schlafstörungen oder Beschwerden im Magen- und Darmbereich. Welche der Kräuter in welchen Fällen heilend oder zumindest lindernd wirken, sollte man im Einzelfall in der Apotheke oder im Reformhaus erfragen. Voraussetzung für ihre Wirksamkeit sind die richtige Ernte, Zubereitung und Verwendung der Heilkräuter. Da sie alle mehrere und oft verschieden Eigenschaften haben, kann man die Wirkung durch Mischen von Sorten verstärken. Dabei empfiehlt es sich aber, nicht mehr als zwei Sorten zu kombinieren. Die meisten Teesorten entfalten ihre optimale Wirkung, wenn man sie mit heißem bzw. kochendem Wasser überbrüht. Da die getrocknete Pflanze nicht unbegrenzt aufbewahrt werden kann, sollte man nur kleine Mengen einkaufen. Diese verwahrt man am besten in gut verschließbaren Gefäßen. So sind die Kräuter vor Feuchtigkeit, Licht und zu hoher Temperatur geschützt.
Yogi-Tee
Yogi-Tees haben ihren Ursprung in der ganzheitlichen Naturheilkunde Indiens. Sein Kennzeichen sind intensiver Geruch und Geschmack durch seine exotischen Gewürze. Gerade zur kalten Jahreszeit ist er ein Genuss.
Grüner Tee – das grüne Gold Asiens
Schon vor rund 4600 Jahren wurde Grüner Tee erstmals in China urkundlich erwähnt. Was ihn auszeichnet ist die Vielfalt seiner Inhaltstoffe.130 hat man bereits nachweisen können. In erster Linie ist grüner Tee eine Vitaminbombe. Frisch geerntet enthält er mehr Vitamine C als Citrusfrüchte. Der regelmäßige Genuss führt außerdem dazu, dass Cholesterol sich chemisch verändert und verstärkt normal ausgeschieden wird. Der Anbau in den Blutgefäßen wird so verhindert und Arterienverkalkung vorgebeugt. Positiver kosmetischer Nebeneffekt: geplatzte Äderchen unter der Haut oder Flecken durch Blutergüsse verschwinden allmählich. Je nach Ziehzeit kann Grüner Tee lindernd bei Bluthochdruck
(Ziehzeit ca. 5 Minuten) bzw. bei zu niedrigem Blutdruck (Ziehzeit ca. 1 Minute) eingesetzt werden.
Der antibakterielle Effekt von Grünem Tee verhütet das Auftreten von Karies und Mundgeruch.
Grünem Tee wird sogar nachgesagt, bei der Krebsbekämpfung zu helfen. Aus fachlichem Munde klingt das so: „Krebs ist eine in vielen Fällen langwierige und schwer behandelbare Krankheit, die mit massiven Zellveränderungen einhergeht. Tee und seine Inhaltsstoffe, allen voran das Epigallocatechingallat (EGCG), zeigen sich in zahlreichen Versuchen effektiv bei der Hemmung von Tumoren"
(Dr. Barbara Betram). Niemals jedoch kann er die Therapie eines Arztes ersetzen.
Zusammenfassend kann man eines festhalten:
Die Stärke von Tee liegt in der Unterstützung der Heilungsprozesse, beim Verbessern des Allgemeinbefindens und in der Vorbeugung.
Vielfältig sind die heilenden Wirkungen, die dem Tee nachgesagt werden, zahlreich die Veröffentlichungen.
Grüner Tee – der „Tausendsassa"
- Wirkt regulierend auf Blutdruck
- Reduziert die Gefahr von Schlaganfall, Durchblutungsstörungen und Herzinfarkt
- Verhütet Karies und wirkt antibakteriell
- Kann das Wachstum von Tumoren bremsen
- Ist 20x effektiver als VitaminE und wirkt sich positiv auf den Alterungsprozess aus
- Neuere Studien belegen, dass die antioxidative Aktivität von Grün- und Schwarzteeaufgüssen vergleichbar ist
- Bei Erkältungskrankheiten empfiehlt sich der Genuss von Holunderblüten, Lindenblüten, Kamille und Salbei
- Anis, Fenchel und Pfefferminze wirken beruhigend auf Magen und Darm
- Johanniskraut und Melisse helfen bei Schlafstörungen
- Wirkt Nerven beruhigend und reinigend
- Ist reich an Vitaminen und Mineralien
- Heiß und kalt ist er erfrischend und spendet Power durch die Anregung der Sinne

